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Der Schöpfungsbericht der Bibel, Teil 1: Einleitung

Immer wieder versuchen Theologen, die Evolutions-Theorie mit dem biblischen Schöpfungsbericht zu verknüpfen. Das Ergebnis nennen sie dann „Theistische Evolution“ und meinen damit, dass Gott mit Hilfe der Evolution das Universum und die Lebewesen erschaffen hat. Im folgenden wollen wir uns den Schöpfungsbericht der Bibel ansehen dabei feststellen, dass der biblische Schöpfungsbericht und die Evolutionstheorie unvereinbar sind. Bevor wir uns dem eigentlichen Bericht zuwenden, sollen noch 3 Fragen geklärt werden:
 

Warum 7 Schöpfungstage?
Die Zahl 7 steht in der ganzen Bibel für die Vollkommenheit. Mit diesen 7 Tagen war die Schöpfung abgeschlossen und bedurfte keiner weiteren Veränderung. Eigentlich dauerte die Erschaffung des Himmels und der Erde nur 6 Tage. Denn vom siebten Tag heißt es, dass Gott von seinem ganzen Werk ruhte, das er gemacht hatte. Natürlich hätte er die Welt auch in 1 Million Jahren oder in 5 Minuten erschaffen können – schließlich ist er allmächtig. Gott wollte uns mit diesem Zeitplan ein Vorbild geben. So wie Gott am siebten Tag ruhte, ist es auch für den Menschen gut, einen Tag in der Woche zu ruhen. An welchem Wochentag wir ruhen ist letztlich unsere eigene Entscheidung, aber es ist eine biologische Tatsache, dass 1 Ruhetag pro Woche für den Körper den größten Nutzen hat.
 

Gibt es 2 Schöpfungsberichte?
Oft wird behauptet, Genesis 1 und 2 können nicht wörtlich gemeint sein, da es ja 2 Schöpfungsberichte sind und diese sich in einigen Details widersprechen. Stimmt diese Behauptung? Wären Mose diese vermeintlichen Widersprüche nicht schon beim Schreiben aufgefallen? Das Thema ist recht komplex, aber folgendes sei dazu angemerkt: Der Schöpfungsbericht in Genesis 1 und derjenige in Genesis 2 reden von derselben Schöpfung, und zwar beschreiben sie diese aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Im ersten Bericht wird für Gott das Wort "elohim" verwendet, um die erhabene Majestät Gottes zu beschreiben. Es geht um die Allmacht und Größe Gottes, wie er in wunderbarer Weise aus dem Nichts das Universum erschaffen hat. Im zweiten Bericht wird für Gott das Wort "YHWH", also Jahwe verwendet. Jahwe ist der nahe und liebevolle Gott. Hier steht die Erschaffung des Menschen im Mittelpunkt und die liebevolle Beziehung von Gott zu seinen Geschöpfen.
 

Ist der Schöpfungsbericht nicht nur als Gleichnis zu verstehen?
Für Christen ist die Bibel Gottes Wort, welches fehlerlos ist und keine Widersprüche enthält. Oft schon waren Wissenschaft und Bibel unterschiedlicher Meinung und letztlich hat sich herausgestellt, dass die Bibel im Recht war. Auch heute glauben viele Wissenschaftler nicht an den Schöpfungsbericht, sondern sind der Meinung, Materie und Leben seien aus einer Reihe von Zufällen entstanden. Genauso gibt es aber auch viele Wissenschaftler, die ihre Forschungen auf das Schöpfungsmodell gründen und damit zu nicht weniger guten Ergebnisse gelangen. Beide Standpunkte - Schöpfung und Evolution - lassen sich nicht beweisen und bleiben eine Glaubenssache. Es ist unsere Entscheidung, ob wir die Autorität Gottes akzeptieren und sein Wort als solches annehmen, oder ob wir uns dem Gott der Bibel nicht unterordnen wollen und uns eigene Modelle über die Entstehung des Universums ausdenken.